Heute sprechen wir mit Christoph Winter, Stellv. Abteilungsleiter der Tischtennis-/Badminton-Abteilung, über die Entwicklung der Tischtennis-Sparte beim TSV Unterhaching. Nach einer mehrjährigen Pause im Jugendbereich ist die Abteilung seit 2023 wieder voll aktiv und stark gewachsen, wobei bei den Kindern leider wieder Aufnahmestopp herrscht, da die Kapazitäten aktuell voll ausgeschöpft sind. Die Abteilung versteht sich als Breitensport-Abteilung mit dem Ziel, dass alle gerne ins Training kommen, sich bewegen, verbessern und vor allem Spaß haben. Die Kinder/Jugendlichen nehmen sowohl an Mannschafts- als auch Einzelsport-Wettkämpfen teil. Bei den Erwachsenen gibt es eine wachsende Hobby-Gruppe, die nicht an Wettkämpfen teilnimmt.

Christoph, welche Schlagworte fallen dir ein, wenn du die letzte Saison in wenigen Worten zusammenfassen müsstest?

 „Es ist erst die zweite Saison, in der wir wieder im Jugendbereich bei Mannschafts- und Einzelsport-Wettkämpfen angetreten sind. Nachdem wir in der ersten Saison noch Lehrgeld gezahlt haben, sind unsere beiden Jugend-Mannschaften mit einem 2. und 4. Platz konkurrenzfähig geworden. Unser wichtigstes Ziel ist und bleibt aber, dass die Kinder/Jugendlichen Freude an ihrem Sport haben!“

Welcher Moment (ein spezieller Spieltag, ein Turnier oder ein Kampf) ist dir aus dieser Saison besonders in Erinnerung geblieben?

„Sportlich war die Qualifikation und das Abschneiden eines unserer Judenglichen beim Bezirksranglistenturnier U15 Jungen ein Highlight – unter die besten acht im stärksten Bezirk Bayerns zu kommen, ist eine enorme Leistung. Aufgrund Riesen wie dem FC Bayern München herrscht eine harte sportliche Konkurrenz. Wichtiger ist uns aber die gute Entwicklung und der Zusammenhalt unserer Kinder bei den Mannschaftswettbewerben. Jede bzw. jeder hat diese Saison mal gewonnen und alle hatten Freude am Spiel. Auch unsere quasi nicht vorhandene Fluktuation bei den Kindern/Jugendlichen freut uns. Irgendwas scheinen wir richtig zu machen.“ 

Wo habt ihr im Vergleich zum Vorjahr die größten Fortschritte gemacht – technisch oder mental?

„Die Fortschritte sind erheblich, was vor allem an der verbesserten Infrastruktur liegt: Bei den Trainern sind wir von 4 auf 10 angewachsen - wir haben sogar unsere ersten weiblichen Co-Trainerinnen ausgebildet, was für die Dynamik in der Truppe toll ist. Seit September haben wir in der Hachinga Halle ein ganzes Hallendrittel zur Verfügung und sind dank der Unterstützung von Spendern und Verein nun auch, was das Material betrifft, top ausgestattet. Dies ermöglicht uns neben Gruppentraining auch Einzeltraining am Balleimer anzubieten, was die Jugendlichen technisch enorm puscht.“ 

Wo liegen die größten Herausforderungen in der Tischtennis-Abteilung?

„Knapp sind vor allem zwei Ressourcen: Hallenplatz und Trainer, wobei Hallenplatz die größte Herausforderung bleibt. Tischtennis-interessierte Kinder gibt es deutlich mehr als wir aufnehmen können.“ 

Was steht in den nächsten Wochen im Fokus bzw. im Sommer auf der Agenda?

„Nachdem die Spiel-Saison bis auf einzelne Turniere beendet ist, steht nun die Vorbereitung auf die nächste Saison im Fokus. Dazu waren wir erst jetzt am Wochenende vom 17. bis zum 19. April im Trainingslager in Inzell. Das hat einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht und ist unser Jahreshighlight. Wir waren mit 21 Kindern, vier Eltern und zwei Trainern unterwegs. Diesmal hatten wir zum ersten Mal zwei Hallen zur Verfügung, was es uns erlaubte, die Kinder/Jugendlichen in zwei Gruppen einzuteilen. Der Spaß darf natürlich auch nicht zu kurz kommen, weshalb das Training immer mit irgendwelchen Spiel-Formen endet. Besonders Spaß macht es den Kindern natürlich, die Trainer zu besiegen, was sie zu meinem Leidwesen auch manchmal schaffen😉. Daneben stand in Inzell vor allem das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund mit Aktivitäten wie Basketball, Fußball, Frisbee-Golf, Beachvolleyball, Slackline, PitPat … Im Sommer findet außerdem unser Sommerfest statt, wo wir grillen und an Steinplatten den vereinsinternen 'Sommermeister' in einem Doppel-Turnier ausspielen.“ 

Gibt es etwas, was sich in der kommenden Saison ändern wird?

„Ja tatsächlich haben wir für den gesamten Bezirk eine Neuerung angestoßen: Wir haben die Einführung einer Jugend-19-Bezirksklasse D beantragt. Die Resonanz der anderen Vereine dazu war sehr gut. Die neue Leistungsklasse soll es TT-Anfängern ermöglichen, schneller Erfolgserlebnisse zu sammeln. Das soll u.a. den Mädchen zugutekommen und sie stärker motivieren sich an den Mannschaftswettkämpfen zu beteiligen. Bei den Mädchen besteht mit einem Anteil von ca. 10% im Tischtennis ein dringender Handlungsbedarf. Unser Ziel ist es zur neuen Saison mit vier Mannschaften in der Jugend-19-Bezirksklasse B, C, D und bei den Bambinis (maximal 12 Jahre alte Kinder) anzugreifen und unsere Anfänger sukzessive zu integrieren.“ 

Was wird in der kommenden Saison die größte Herausforderung und wie wollt ihr an sie herangehen?

„Die größte Herausforderung bleibt, dass wir die Nachfrage bei den Kindern aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht befriedigen können. Hier bleibt uns bis auf weiters nur die Weitervermittlung an den SV DJK Taufkirchen. Die zweite Herausforderung ist das hohe Leistungsniveau im Bezirk. Hier haben wir mit unseren Leichtathleten die Vereinbarung getroffen, dass wir Hallenplatz von ihnen nutzen können, wenn sie bei gutem Wetter draußen trainieren. Dadurch können wir für ca. 6 Monate im Jahr dreimal die Woche Training anbieten. Das erhöht die Chance für unsere Kinder/Jugendlichen, es zweimal pro Woche ins Training zu schaffen. Regelmäßiges Training ist für eine technisch anspruchsvolle Sportart wie Tischtennis einfach nötig.“